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Klientenbezogene Integrationsarbeit steht an erster Stelle:

Kreis Ahrweiler

Jahresbericht vom Caritas-Jugendmigrationsdienst vorgestellt  
Der Jugendmigrationsdienst (JMD) im Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. richtet seine Angebote an alle jungen Menschen mit Migrations¬hintergrund von 12 bis 26 Jahren und erfüllt damit die Zielvorgabe der Initiative JUGEND STÄRKEN des BMFSFJ, nämlich Integrationschancen zu erhöhen und für mehr Chancengerechtigkeit und Partizipation zu sorgen. Gleichzeitig beraten und unterstützen die Mitarbeiterinnen des JMD auch Ehrenamtliche und Multiplikatoren, also Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Schulen, Vereinen, Verbänden, Kirchengemeinden und Institutionen, wenn es um migrationsspezifische Fragen geht.

(von links) Franziska Marin, Ania Sikkes, Ruth Fischer und Sonja Lauterbach vom Jugendmigrationsdienst (JMD) im Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. sind die Ansprechpartnerinnen für junge Menschen mit Migrationshintergrund im Kreis Ahrweiler, in der Stadt Mayen sowie in den Verbandsgemeinden Maifeld, Mendig und Vordereifel.

Jetzt hat der JMD Rhein-Mosel-Ahr seinen Jahresbericht 2018 vorgestellt. Mit Mayen, dem Kreis Ahrweiler und den Verbandsgemeinden Maifeld, Mendig und Vordereifel betreut der JMD ein flächenmäßig großes und teilweise dünn besiedeltes Gebiet. Einige der 125 Gemeinden verfügen über wenig Infrastruktur und sind nicht optimal mit dem öffentlichen Personennahverkehr zu erreichen. Der ländliche Raum verlangt einen dezentralen Arbeitsansatz; und so bieten die Mitarbeiterinnen neben der Präsenz in der JMD-Zentrale – dem Caritas-Mehrgenerationenhaus St. Matthias in Mayen – regelmäßig Sprechzeiten in Ahrweiler, Adenau, Bad Breisig, Bad Neuenahr und in Sinzig an.
Im vergangenen Jahr wurden so 492 junge Menschen mit Migrationshintergrund aus 42 verschiedenen Ländern erreicht, wobei Personen aus Syrien immer noch die größte Gruppe bilden. Da die Flucht für Frauen gefährlicher ist, kamen mehr Männer nach Deutschland, was sich auch in der Statistik des JMD widerspiegelt: 63 Prozent Männer gegenüber 37 Prozent Frauen.
42 Ehrenamtliche und drei Praktikantinnen unterstützten 2018 die Arbeit des JMD.
Wichtig bleibt die Begleitung der erfahrenen Ehrenamtlichen, die in Einzelfällen individuell beraten werden und in  Reflexionsgruppen die Möglichkeit zum Austausch haben.
86 Prozent der vom JMD Betreuten haben einen Flüchtlingshintergrund und in vielen Fällen auch Traumatisches erlebt. Die, die dadurch krank geworden sind, konnte der JMD zur Diagnostik und Therapie ins Psychosoziale Zentrum für Flüchtlinge des Caritasverbandes vermitteln.
Die Betätigungsfelder der JMD-Mitarbeiterinnen sind vielfältig.
Im Case-Management war es 2018 neben der Einzelfall-Beratung und Kriseninterventionen wieder möglich, mit etwa einem Viertel der jungen Migrantinnen und Migranten auch planerisch zu arbeiten, wobei die Erstversorgung neu Zugewanderter weiterhin erste Priorität hat.
26 Gruppenangebote gab es in diesem Zeitraum, dazu zählen neben dem Schwerpunkt sozialpädagogische Begleitung von Jugendintegrationskursen auch interkulturelle Trainings, Vorträge und Referate.
Über einen sozialraumorientierten Arbeitsansatz und die Mitarbeit in Arbeitskreisen, Teams und Gremien sind die JMD-Mitarbeiterinnen in den jeweiligen Gebietskörperschaften gut vernetzt und können so an den Ressourcen der Lebensräume ihrer Betreuten bei Bedarf anknüpfen.
Für das JMD-Mentorenprojekt InContact standen im vergangen Jahr 17 Ehrenamtliche zur Verfü¬gung, die jungen Zugewanderten jeweils zwei Wochenstunden schenkten, eine individuelle Förderung – z.B. zusätzliche Deutschförderung oder Nachhilfe in Schulfächern wie Geschichte, Mathematik oder Englisch.
2018 gab es im JMD-Team eine Änderung, als Eva Pestemer nach fast 18 Jahren innerhalb des Verbandes wechselte und Franziska Marin das Team um Ruth Fischer, Sonja Lauterbach und Ania Sikkes ergänzte.

Den kostenlosen Jahresbericht gibt es als Download auf der Caritas-Homepage: migration.caritas-rhein-mosel-ahr.de

 

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