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„Die Corona-Pandemie hat die Unternehmen weiter fest im Griff“

Kreis Ahrweiler

Kreiswirtschaftsförderung gibt einen Überblick über Hilfsmaßnahmen

Der Alltag für die meisten Unternehmen, Gewerbetreibenden oder Soloselbständigen hat sich in den letzten Monaten grundlegend verändert - eine Rückkehr zur alten Normalität ist für viele (noch) nicht möglich. „Die Corona-Pandemie hat die Unternehmen weiterhin fest im Griff und stellt sie vor große Herausforderungen“, sagt Landrat Dr. Jürgen Pföhler. „Der Staat federt die Auswirkungen mit milliardenschweren Rettungsschirmen ab und sichert so Arbeitsplätze.“ Unzählige Unternehmen seien durch das Coronavirus ohne eigenes Verschulden in eine wirtschaftliche Schieflage geraten.

Das Team der Kreiswirtschaftsförderung berät die heimischen Unternehmen bei allen Fragen zu Förderprogrammen und Unterstützungsmöglichkeiten (v.l.): Denis Radermacher, Rita Klaes, Tino Hackenbruch (Leiter Wirtschaftsförderung), Angelika Stockhaus und Wolfgang Kiel. Foto: Kreisverwaltung / Risse

 

Die Kreiswirtschaftsförderung bündelt die Vielzahl an immer neuen Informationen zu den Unterstützungsmöglichkeiten und steht den heimischen Unternehmen beratend zur Seite - zum Beispiel, wenn es um die Überbrückungshilfe des Bundes geht „Mit der Überbrückungshilfe soll kleinen und mittelständischen Unternehmen, die unmittelbar oder mittelbar durch Corona-bedingte A uflagen oder Schließungen betroffen sind, eine Liquiditätshilfe gewährt werden“, erklärt Tino Hackenbruch, Leiter der Kreiswirtschaftsförderung. Die Antragsfrist für die Überbrückungshilfe wurde zunächst bis zum 30.09.2020 verlängert. Dann folgt eine zweite Phase, die die Fördermonate September bis Dezember umfasst. Das Verfahren wird in der Regel durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer durchgeführt, bewilligt werden die Anträge in Rheinland-Pfalz von der Investitions- und Strukturbank (ISB).

Alle Unternehmen können - unabhängig von Größe und Alter - Kredite nutzen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) übernimmt die Risiken, sie hat die Voraussetzungen gelockert, die Konditionen verbessert und die Verfahren vereinfacht. Die Kredite können über die Hausbank beantragt werden. Für den Mittelstand wurde zudem der KfW-Schnellkredit ins Leben gerufen. Dafür müssen allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Über die ISB stehen auch P rogrammdarlehen zur Verfügung, die über die Hausbank beantragt werden.

Risikoübernahmen erfolgen sowohl durch die Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz GmbH (bis 2,5 Millionen Euro) als auch durch die ISB (bis 5 Millionen Euro) zur Verfügung. Darüber hinaus sind Landesbürgschaften möglich.

Die Liquidität von Unternehmen wird außerdem durch steuerliche Maßnahmen verbessert. Zu diesem Zweck wird die Stundung von Steuerzahlungen erleichtert und Vorauszahlungen können leichter abgesenkt werden. Auf Vollstreckungen und Säumniszuschläge wird im Zusammenhang mit den Corona-Auswirkungen verzichtet. Ansprechpartner ist das Finanzamt.

Wenn eine Betriebsschließung vorliegt oder Schwierigkeiten aufgrund von ausbleibenden Aufträgen oder fehlenden Zulieferungen gegeben sind, kann Kurzarbeitergeld durch die Agentur für Arbeit gewährt werden.

Kleinunternehmer und Soloselbständige erhalten über das Jobcenter leichter Zugang zur Grundsicherung, damit Lebensu nterhalt und Unterkunft gesichert sind. Die Selbständigkeit muss nicht aufgegeben werden.

Ebenfalls Teil des Hilfspakets ist die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht, wenn die wirtschaftliche Schieflage auf die Corona-Krise zurückzuführen ist und Aussicht auf Wiedererlangung der Zahlungsfähigkeit besteht.

Die Servicestelle Förderprogramme ergänzt das Beratungsangebot der Kreiswirtschaftsförderung. Hier werden alle Fragen zu Fördermitteln auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene geklärt. „Egal ob es um die Finanzierung von Neubauvorhaben, die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden oder die digitale Ausrichtung geht: Wir lotsen die Betriebe durch den Förderdschungel“, sagt Wirtschaftsförderer Denis Radermacher.

Ansprechpartner der Kreiswirtschaftsförderung:
Tino Hackenbruch, Tel. 02641/975-481, tino.hackenbruch@kreis-ahrweiler.de
Denis Radermacher, Tel. 02641/975-373, denis.radermacher@kreis-ahrweiler.de

 
 

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Dienstag, 20. Oktober 2020

    

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